Es gibt den Double-Whopper, aber warum sich mit so wenig zufriedengeben, wenn man auch nen Tripple-Whopper haben kann, und zwar genau hier und genau jetzt? Spielberichte von drei Spielen der Draufhauers, und alle in einem Aufwasch zusammengefasst? Das ist ja der Wahnsinn! Gut, für die Ergebnisse kann ich nichts, da mag dem ein oder anderen der Appetit vergehen, aber mal der Reihe nach.
Mit dem Spieltag am 31. Januar 2026 haben die Draufhauers nun wirklich alles gesehen, denn die Halle von Meteor Südpfalz in Herxheim hatte noch in der Sammlung der Spielstätten gefehlt. Die Topmotivation heute etwas zu reißen und das sich gegenseitig Hochpumpen bei der Anfahrt konnte man bei Ankunft ob der überbordenden 30ger-Zonen quasi in die Tonne treten. Nichtsdestoweniger Trotz ging es für die TG in den heutigen Spielen gegen Meteor Südpfalz und VTV Gnadenbrotpfeife darum den ein oder anderen Überraschungspunkt zu ergattern, der ob der tabellarischen Nähe der Gegner möglich erschien und ob der tabellarischen Situation dringend nötig war.
Doppelbock auf Punkte
Los ging es mit dem Kräftemessen gegen die Gastgeber. Der Start war leicht wackelig wie Götterspeise für Waldsee, die ersten Punkte waren weg, aber die Draufhauers ließen sich dadurch nicht beirren, waren durch eine gute Angabenserie schnell dran am Gegner und gingen dann tatsächlich mit einer weiteren guten Angabenserie sogar in Führung, und das nicht gerade unverdient. Es war eine gute und konzentrierte Leistung in diesem ersten Satz, der schließlich mit 25:19 gewonnen werden konnte. Ja was ist denn hier los? Das war jetzt vielleicht auch für die Waldseer ein wenig überraschend, aber könnte hier und heute was gehen? Im zweiten Satz wurde dann mal kurz durch den Gegner aufgezeigt, dass der erste Satz keine Blaupause für einen Durchmarsch der Darufhauers sein würde. Schnell war eine Lücke in den Punkten entstanden und nun besser aufspielende Meteoren konnten den zweiten Satz mit 13:25 für sich entscheiden. Na gut, abhaken und weitermachen, es war noch lange genug zu spielen. Der dritte Satz war nun wieder enger, die Waldseer ließen ich nicht abschütteln, blieben lange in Schlagdistanz und auf Augenhöhe, bis allerdings gegen Mitte des dritten Satzes eine leidige Angabenserie des Gegners dazu führte, dass nun doch ein zu großer Rückstand entstand, der im 17:25 Satzverlust der TG resultierte. Was Waldsee hier zeigte, war nicht schlecht, da war auf jeden Fall Potenzial erkennbar und dieses Potenzial sollte durch mindestens einen Punkt belohnt werden. Und für eine Weile sah es im vierten Satz so aus, als könnte der Punktgewinn tatsächlich klappen. Wieder war der Spielstand lange Zeit eng und als Meteor Südpfalz beim Stand von 14:15 für sich zur Auszeit rief war Frohlocken aus dem Lager der Draufhauers zu vernehmen. Hier war noch was drin. Leider ging es nun steil bergab, es ging wirklich wenig zusammen und die Draufhauers ließen sich abhängen. Und zwar so stark und so lange bis der vierte Satz mit 17:25 weg war. 3:10 Punkte nach der Auszeit waren einfach zu schwach, um mit einem, gefühlt nicht unverdienten, Punkt nach Hause zu fahren.
Im nächsten Spiel zwischen Meteor Südpfalz gegen VTV Gnadenbrotpfeife gab es die vielleicht schnellste Auszeit aller Zeiten: beim Punktestand von 2:1 beorderte der Trainer das Heimteam an die Seitenlinie. Wenn der VTV sich nicht gerade wieder über Schiedsrichterentscheidungen beschwerte, kam er doch mit zunehmender Spieldauer besser mit dem Gegner zurecht, zeigte den Draufhauers aber, dass Schmetterbälle heute dringend notwendig sein würden, um hier im letzten Spiel etwas zu reißen. Zwar gingen die Gäste mit 1:3 als Verlierer vom Platz, allerdings war die gezeigte Leistung so, dass der TG wusste, dass Einsatz und Kampf gefordert sein würden, um etwas Zählbares mitzunehmen.
Über diesen Sieg würde sich sogar der VTV beschweren
Der erste Satz ging gut los für die Draufhauers. Fast durchgehend gab es eine drei bis vier Punkteführung, die quasi wellenartig auch mal auf einen einen Punkt in der Führung zusammenschmolz, dann aber wieder ausgebaut werden konnte. Das sah alles ganz vielversprechend aus gegen einen Gegner, der zumindest im ersten Satz noch ein wenig platt zu sein schien vom Spiel davor. Irgendwann kam jedoch der Punkt, an dem der VTV zum 22:22 ausglich und mit 22:23 erstmals in diesem Satz die Führung übernahm. Würden sich die Waldseer um den verdienten Lohn bringen? Erst einmal nicht, denn Waldsee hatte beim 24:23 tatsächlich einen Satzball. Dieser blieb jedoch ungenutzt, und so kam es wie es kommen musste: der erste Satz ging mit 24:26 flöten. Ein trockenes, hartes Brötchen!
Der zweite Satz war ähnlich eng wie der erste. Natürlich gab es auch in diesem Satz wieder nervige Beschwerden des Gegners (muss das wirklich sein???), die TG versuchte sich aber aufs Wesentliche zu konzentrieren. Die meiste Zeit des Satzes war Waldsee bis auf einen Punkt am Gegner dran, jedoch gelang es nicht die letzte Hürde zu überwinden und überzeugend in Führung zu gehen und so ging leider auch dieser Satz mit 22:25 verloren. Das war dann die ranzige Butter zum Brötchen. Hier muss man festhalten, dass in dem Satz mehr drin gewesen wäre. Schade, Marmelade! Zumindest im dritten Satz mussten die Draufhauers sich nicht mehr ärgern, dass sie knapp verloren hätten, denn der Satz war ziemlich schlecht und eindeutig. Beim Stand von 4:15 fragte Coach Frank in der Auszeit, ob es denn der Plan wäre einstellig zu bleiben. Naja, nicht wirklich. Also rafften die Draufhauers sich auf, schafften die Zweistelligkeit in Punkten und die Sache war geritzt. Mit 10:25 ging dieser eher uninspirierte Satz zum 0:3 Spielgewinn an den VTV aus Mundenheim. Das war grüne Schimmelsalami und schmeckte als Gesamtkunstwerk eher nicht lecker.
Insgesamt waren vielversprechende Ansätze in den Spielen der Draufhauers zu erkennen an diesem Spieltag, allerdings fehlt am Ende ein Quäntchen Glück, Können und Abgezocktheit um knappe Sätze für sich zu entscheiden.

Das Gute aber war ja die Tatsache, dass es schon sehr bald Gelegenheit geben sollte, die Dinge zu verbessern: das Nachholspiel gegen die Schmetterlinge Neustadt stand an. Echte Flutlicht Atmosphäre am Donnerstagabend in Waldsee. Die Hoffnung war natürlich, dass die Neustädter, euphorisiert durch ihr Unentschieden gegen Spitzenreiter Germersheim, eventuell nur mit der zweiten Garde antreten würden, frei nach dem Motto: „Was soll beim Tabellenletzten schon schiefgehen?“ Das taten sie allerdings leider nicht.
Drei Asse in einer Reihe stechen nicht
Grandioser Start für die Draufhauers: Lars schlug direkt einmal drei Asse in die Frasse. Schnell fingen sich die Schmetterlinge allerdings, überholten die Draufhauers und zogen leicht davon. Eine gute Angabenserie brachte die TG wieder ran, aber dann brach vollends das Chaos aus bei Euren Lieblingsakteuren. Ein Abstimmungsproblem jagte das nächste, da brannte gerade ordentlich was an in der Kombüse. Als sich der Rauch verzog, war der Satz mit 13:25 weg. Neustadt dachte sich vielleicht: „Das war Kaviar!“ und Waldsee dachte: „Das war Käse!“.
Würde dieser Abend ein schnelles Ende finden? Nein, denn im zweiten Satz steigerten sich die Draufhauers und konnten eben diesen lange offen halten. Beim Stand von 17:17 war noch alles drin. Auch beim Stand von 19:19 war auch noch alles drin. Beim Stand von 23:25 war jedoch klar, dass der zweite Satz weg war. Herrje, das war wieder knapp und weggeflutscht wie ein frisch gefangener Aal. Dieser Satz war auf jeden Fall spielerisch eine Steigerung und die Draufhauers nahmen diesen Schwung mit in den dritten Satz. Gleich wieder ein Ass zum Anfang und beim Stand von 6:0 musste Neustadt die erste Auszeit nehmen. Ja, richtig gelesen: 6:0! Jaaa-haaa, für die Draufhauers, Mensch! Waldsee marschierte, das war jetzt richtig gut. Nächster Halt 16:9 für die TG. So langsam könnte man sich mal mit dem Gedanken anfreunden, dass es hier noch einen vierten Satz geben könnte. Ja, könnte, denn plötzlich kam ein Bruch ins Spiel der Draufhauers. Läufer Eins war nicht erste Wahl und plötzlich stand es wieder 17:17. 20:20 war auch noch ok, aber 21:25 war dann des Guten zuviel. Satz weg, Spiel weg, Punktediät! Auauau, das war nicht schön. Neustadt puste dreimal kräftig durch, die hatten schon gemerkt, dass es heute kein Selbstläufer war, und bei den Draufhauers herrschte ein Mix aus Frust ob der Niederlage und Optimismus ob der besser gewordenen Leistung vor.
Und deshalb schliessen wir den Bericht positiv und mit der Erkenntnis: es wird besser! Und irgendwann wird das dann auch mal mit Punkten belohnt. Vielleicht ja sogar noch in dieser Saison… 😉